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	<title>GIS, UNIGIS und andere Kleinigkeiten &#187; gis unigis bern schweiz geodesign</title>
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		<title>UNIGIS-Tag Schweiz</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 14:47:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schär</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Letzten Freitag hat an der HSR in Rapperswil der vierte UNIGIS-Tag Schweiz stattgefunden. Nachdem ich an der ersten Austragung teilgenommen hatte, konnte ich es mir dieses Jahr wieder einmal einrichten.</p>
<p>Der Tag bestand aus zwei recht unterschiedlichen Teilen. Am Vormittag gab es diverse &#8220;klassische&#8221; Konferenzvorträge. So hatte auch der Kanton Bern Gelegenheit, sich und seine GI-Aktivitäten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzten Freitag hat an der <a href="http://gis.hsr.ch/">HSR in Rapperswi</a>l der vierte <a href="http://unigis.ch/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=341&amp;Itemid=189">UNIGIS-Tag Schweiz</a> stattgefunden. Nachdem ich an der ersten Austragung teilgenommen hatte, konnte ich es mir dieses Jahr wieder einmal einrichten.</p>
<p>Der Tag bestand aus zwei recht unterschiedlichen Teilen. Am Vormittag gab es diverse &#8220;klassische&#8221; Konferenzvorträge. So hatte auch der <a href="http://www.bve.be.ch/site/agi/">Kanton Bern</a> Gelegenheit, sich und seine GI-Aktivitäten zu präsentieren. Das ist meiner Meinung nach gut gelungen. Am meisten Diskussionen hat sicherlich unser Pilotprojekt zur &#8220;dezentralen Datenerfassung auf einem zentralen Produktionssystem&#8221; ausgelöst, in dem wir zwei Pilotbüros schreibenden Zugriff auf unsere Geodatenbank gewähren, damit sie dort im Auftrag des Kantons Daten zur Richtplanung erfassen können. Wir weichen damit ganz bewusst von der reinen Lehre ab, die besagt, dass basierend auf einem sauberen Datenmodell die Auftragnehmer (Büros) die Daten mit ihren Methoden und Programmen erfassen, dann die Ergebnisse nach Interlis transformieren und dann dem Kanton schicken, der die Interlis-Dateien integriert. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass ein solches Vorgehen zu sehr hohen Aufwänden bei der Datentransformation bei allen Beteiligten führen. Deshalb versuchen wir hier andere und effizientere Lösungen zu suchen. Ebenfalls vorstellen konnte sich der Kanton St.Gallen. Hier standen jedoch eher organisatorische Themen und Mängel im Vordergrund, die eine geordnete GIS-Entwicklung erschweren. Sehr interessant fand ich auch die <a href="http://www.unigis.ac.at/club/bibliothek/pdf/1322.pdf">Master Thesis von Kathrin Wunderle</a>, die sich mit der Frage beschäftigt hat, wie Landschaftsqualität und -empfindlichkeit gemessen werden können. Das Thema erinnert mich an die Master Thesis meines Arbeitskollegen <a href="http://www.unigis.ac.at/club/bibliothek/pdf/1227.PDF">Marcel Droz</a>, der sich mit dem Begriff Landschaftsästhetik auseinandergesetzt hat. Alles sehr spannende Fragen.</p>
<p>Der Nachmittag war dann den Workshops gewidmet. Ich hatte mich für das Thema GeoDesign entschieden. Das taten mir nur wenige andere Teilnehmer gleich, so dass wir den Workshop in kleiner Runde abhielten, was uns jedoch nicht von interessanten Diskussionen abhielt und die Zeit wie im Flug vergehen liess. Der Begriff <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Geodesign">GeoDesign</a> war mir Anfang Jahres aufgefallen, weil er von <a href="http://www.esri.com">ESRI</a> anlässlich des <a href="http://www.esri.com/technology-topics/geodesign/index.html">GeoDesign Summit</a> sehr stark gepusht wurde. Ich hatte damals jedoch keine Zeit, mich damit zu beschäftigen, so dass mir die Gelegenheit gerade recht kam. Eine abschliessende Definition konnten wir natürlich nicht finden. Es geht jedoch um die Rolle von Geodaten im Planungsprozess. Momentan ist die Lage so, dass sich Planungsbüros bei ihrer Arbeit immer mehr auf Geodaten abstützen und auch vermehrt GIS-Software einsetzen. Mit Hilfe der Geodaten kann die bestehende Situation sehr genau analysiert werden und der Plan mit Hilfe von GIS-Software präzise gezeichnet werden. GIS unterstützt die Planer jedoch kaum im eigentlichen Planungsprozess. Im Planungsprozess geht es meiner Meinung nach darum herauszufinden, welche Auswirkungen diese oder jene Massnahme hat, um damit einschätzen zu können, welche Massnahmen sinnvoll sind oder nicht. GIS-Software ist hier kaum in der Lage, irgendeinen Beitrag zu leisten. Sie müsste angereichert werden mit verschiedenen Wirkungsmodellen. Wenn der Planer dann eine Massnahme einzeichnet (z.B. eine Schutzzone o.ä.), würden verschiedene Modelle durchlaufen werden und die zu erwartenden Auswirkungen anzeigen. Das ganze sollte nach Möglichkeit interaktiv ablaufen. Solche Wirkungsmodelle müssten natürlich aus der Forschung kommen und es müssten natürlich in der GIS-Software viele verschiedener solcher Modelle zum Einsatz kommen, da es ja natürlich verschiedene Theorien und Ansätze gibt. Ausserdem müsste es dem Planer ermöglicht werden, an den Orten das Modell manuell zu übersteuern, wo er &#8211; aus Erfahrung &#8211; weiss, dass das Modell nicht stimmen kann. Das ganze ist also eine recht komplexe Angelegenheit, die nicht so ohne weiteres in bestehende GIS-Pakete integriert werden kann. ESRI hat für ArcGIS 10 GeoDesign-Funktionen angekündigt, bei meinen ersten Gehversuchen im ArcGIS 10 Prerelease habe ich davon jedoch noch nichts bemerkt. Ich bin aber mehr als gespannt, ob es GIS-Software geben wird, die die Versprechungen von GeoDesign einhalten kann. Lohnend wäre es allemal, da es letztendlich eine vollständigere Integration von Geodaten in den Planungsprozess bedeuten würde.</p>
<p>Insgesamt hat sich der Besuch in Rapperswil für mich v.a. wegen des nachmittäglichen Workshops gelohnt, der sich mit dem direkten Einbezug der Teilnehmer erfreulich vom üblichen &#8220;Frontalunterricht&#8221; abheben konnte.</p>
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