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	<title>GIS, UNIGIS und andere Kleinigkeiten &#187; ArcGIS</title>
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		<title>ESRI Developer Summit</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 11:57:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schär</dc:creator>
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		<category><![CDATA[GIS]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Einer der interessantesten ESRI-Events aus meiner Sicht ist jeweils der Developer Summit, werden da doch jeweils die Features der neuen Software-Versionen nicht nur auf ein zwei Folien sondern auch im (technischen) Detail vorgestellt. Dadurch ergibt sich eine recht gute Einschätzung darüber, ob ein neues Feature wirklich einen Zusatznutzen bringt und sich der Umstieg auf eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einer der interessantesten ESRI-Events aus meiner Sicht ist jeweils der <a href="http://www.esri.com/events/devsummit/">Developer Summit</a>, werden da doch jeweils die Features der neuen Software-Versionen nicht nur auf ein zwei Folien sondern auch im (technischen) Detail vorgestellt. Dadurch ergibt sich eine recht gute Einschätzung darüber, ob ein neues Feature wirklich einen Zusatznutzen bringt und sich der Umstieg auf eine neuen ArcGIS-Version lohnt. Mittlerweile geht das auch ohne, dass man in Palm Springs anwesend sein muss. Eine Vielzahl an Konferenzteilnehmern haben über ihre Eindrücke per <a href="http://twitter.com/search?q=%23devsummit">Twitter</a> undBlogs berichtet. ESRI stellt ausserdem viele Videos und Präsentationen sehr schnell ins Netz.</p>
<p>Dieses Jahr hat sich natürlich alles um das bevorstehende ArcGIS 10 gedreht. Es hat sich auch gezeigt, dass die Umbenennung von ArcGIS 10 auf 9.4 doch berechtigt war. Es ändert sich doch so einiges.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">ArcGIS Server</span></p>
<p>Obwohl angekündigt wurde, dass eigentlich 9.3.1 das Server-Release war, gibt es doch auch im Server-Bereich einige sehr interessante Neuerungen:</p>
<ul>
<li>neue Versionen (2.0) aller Web APIs (Flex, Javascript, Silverlight) mit vielen neuen Möglichkeiten.</li>
<li>Über die REST API kann neu auch editiert werden (Feature Layers). Das ist ein wichtiger Fortschritt. Noch nicht sicher bin ich, auf welchem Lizenzlevel dieses Editieren verfügbar sein wird.</li>
<li>In der REST API sind nun auch Informationen über Legenden und Symbologie verfügbar.</li>
<li>Die SOAP und die REST API können über eigene Mechanismen erweitert werden.</li>
<li>ein neuer Extract Service, mit dem Geodaten extrahiert, in das passende Format umgewandelt und auch gleich gezippt werden können.</li>
<li>Im WMS-Bereich werden nun alle SLD-Funktionen unterstützt, v.a. auch der Befehl GetLegendGraphic.</li>
</ul>
<p>Aufgefallen ist mir die Tatsache, dass praktisch nichts über das Web ADF zu hören war. Ich gehe davon aus, dass ESRI die Zukunft im Server-Bereich eher bei den neuen Web APIs sieht, als beim Web ADF. Ich habe das Gefühl, dass das Web ADF etwas auf dem Abstellgleis steht.</p>
<p>Was auch erwähnt wurde, ist die Tatsache, dass der Server auch in ArcGIS 10 kein 64bit-Produkt sein wird. ESRI hat jedoch bestätigt, dass an einer solchen Version entwickelt wird (<em>development project</em>). Es besteht also Hoffnung.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">ArcGIS Mobile</span></p>
<p>Hier ist sehr vieles im Umbruch. Bisher basierte ArcGIS Mobile auf Windows Mobile. Das wird sich ändern. ESRI wird neu auch aktuelle Plattformen wie iPhone, Android oder Windows Phone 7 unterstützen. Als erste Plattform startet das iPhone. Hier bietet ESRI eine out of the box-App (via Apples App Store) sowie ein SDK zur Entwicklung eigener Applikationen. Die weiteren Plattformen folgen später.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">ArcGIS Desktop</span></p>
<p>Hier sind die interessantesten Neuerungen zu finden:</p>
<ul>
<li>überarbeitete GUI, d.h. dockable windows (die sich verschieben lassen, ohne dass die Karte refreshed wird), ArcCatalog als dockable window in ArcMap etc.</li>
<li>die Python-Integration wurde komplett überabeitet. Das Python-Fenster in ArcMap ist nun mit Intellisense (automat. Befehlsvervollständigung sowie Online-Hilfe) ausgestattet. Geoprocessing-Befehle (Scripts, Models oder Tools) können nun im Hintergrund ablaufen, so dass der Anwender weiterarbeiten kann. Und mit arcpy.mapping wird eine der bislang grössten Limitationen von ArcGIS beseitigt: das Manipulieren von MXD-Dokumenten. Bisher ging das nur mit ArcObjects und war sehr mühsam. Neu können MXDs (inkl. Inhalte wie Layer, Tables, Layout-Elemente etc.) angesprochen und manipuliert werden. Es wird also möglich sein, die Datenquellen von Layern automatisiert ändern zu lassen. Das ist eine sehr wichtige Hilfe gerade in Migrations-Szenarien. Da jedoch Python auch weiterhin kein ArcObjects-Ersatz sein soll (coarse grained), gibt es auch hier noch einige mehr oder weniger bedauernswerte Lücken. So können Layer-Einstellungen wie Symbologie oder Massstabsbereiche (scale dependent rendering) nicht manipuliert werden. Nichtsdestotrotz ist arcpy.mapping ein grosser Schritt nach vorne.</li>
<li>Es gibt eine neue Art von Erweiterungen: die Add-Ins. Diese können in .NET oder Java (später vielleicht auch in Python) programmiert werden. Die Erweiterung können wie bisher die gesamte Bandbreite der ArcObjects nutzen. Die Installation ist vereinfacht worden. Die Add-Ins bestehen aus einer einzigen Datei (eine gezippte Datei), die nur ins richtige Verzeichnis kopiert werden kann. ArcGIS überwacht dieses Verzeichnis und lädt bei Bedarf die Applikation. Es sind somit für die Installation keinerlei Adminrechte mehr oder Einträge in die Registry mehr nötig. Das Add-In-Verzeichnis kann auf dem lokalen Filesystem aber auch auf einem Netzwerk-Laufwerk sein. In letzterem Falle übernimmt dieses Netzwerklaufwerk sozusagen die Software-Verteilung.</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Geodatabase</span></p>
<p>Auch die Geodatabase wird nicht verschont:</p>
<ul>
<li>Query Layers sind Tabellen in einer Datenbank, die einen spatial type kennt (Oracle Spatial, PostGIS, SQL Server). Solche räumliche Tabellen können in ArcGIS angezeigt werden, ohne dass ArcSDE installiert und lizenziert werden muss!</li>
<li>Für den Zugriff auf die File Geodatabase von ausserhalb von ArcGIS wird es eine API geben. Diese ist C++-basiert und unterstützt nur Simple Features also nicht den gesamten Geodatabase-Umfang. Das dürfte also noch nicht der erwartete Shapefile-Ersatz werden.</li>
<li>Für Rasterdaten gibt es ein neues Mosaic Dataset, das eine Kreuzung zwischen Rasterkatalog und Mosaik mit Cache-ähnlicher Performance sein soll. Da bin ich gespannt, ob es die Performance-Versprechen einhalten kann.</li>
<li>Schlussendlich erhält die Geodatabase in ArcSDE ein <a href="http://blog.peterschaer.ch/2010/03/16/anderungen-im-geodatabase-schema-fur-arcsde-10/">neues, einfacheres Schema</a>.</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Cloud</span></p>
<p>Das buzz word schlechthin war die Cloud. Was auch immer darunter verstanden wird, ESRI bewegt sich stark in diese Richtung. Dies belegen drei neue Angebote von ESRI:</p>
<ul>
<li>Für ArcGIS Server wird es demnächst auch vorgefertigte Images (AMI) für Amazons Wolkendienst EC2 geben. Zuerst für Besitzer eines Enterprise License Agreement (ELA) und danach auch für alle Anwender (inkl. stundenbasierter Abrechnung).</li>
<li>ArcGIS Explorer wird es neu auch als Browser-Anwendung geben auf Basis von Silverlight. Und das ganze auch noch kostenfrei. Damit wird ein recht brauchbarer, vorkonfigurierter Webviewer auf den Markt treten, gegen den bestehende Produkte antreten müssen.</li>
<li>ESRI baut ein neues Portal namens ArcGIS.com auf, das es erlaubt, Karten, Dienste und Applikationen hochzuladen und mit anderen Anwendern zu teilen. Da fehlt eigentlich nicht mehr viel bis zu einem <a href="http://twitter.com/ESRI_Ireland/statuses/10932306822">GDI-Portal</a>.</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Fazit</span></p>
<p>ArcGIS 10 ist wohl zu Recht ein Major Release. Die vielen interessanten Neuerungen dürften einen Umstieg wohl rechtfertigen. Der Releasetermin ist der Juni (vor der ESRI User Conference). Bereits diese Woche (1. April) soll ein Prerelease erscheinen. Ich bin gespannt.</p>
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		<title>Änderungen im Geodatabase-Schema für ArcSDE 10</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 17:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schär</dc:creator>
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		<category><![CDATA[geodatabase]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Heute ist im &#8220;Inside the Geodatabase&#8221;-Blog von ESRI ein Artikel über die Änderungen im Geodatabase-Schema erschienen, die für ArcSDE 10 vorgesehen sind. Betroffen sind die GDB_*-Tabellen einer ArcSDE-Installation nicht jedoch die SDE_*-Tabellen. In Zukunft gibt es anstelle der Vielzahl an GDB_*-Tabellen nur noch ganze vier Tabellen. Das mag einige Vorteile bringen (da bin ich gespannt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist im <a href="http://blogs.esri.com/Dev/blogs/geodatabase/default.aspx">&#8220;Inside the Geodatabase&#8221;-Blog</a> von ESRI ein <a href="http://blogs.esri.com/Dev/blogs/geodatabase/archive/2010/03/15/The-Simplified-Geodatabase-Schema-in-ArcGIS-10.aspx">Artikel über die Änderungen im Geodatabase-Schema</a> erschienen, die für ArcSDE 10 vorgesehen sind. Betroffen sind die GDB_*-Tabellen einer ArcSDE-Installation nicht jedoch die SDE_*-Tabellen. In Zukunft gibt es anstelle der Vielzahl an GDB_*-Tabellen nur noch ganze vier Tabellen. Das mag einige Vorteile bringen (da bin ich gespannt auf den Developer Summit von nächster Woche), es hat aber auch einen markanten Nachteil. Die mit ArcGIS 9.2 SP5 eingeführte Aufwärtskompatibilität zwischen ArcGIS und ArcSDE wird wieder verworfen. Bisher war es ja möglich &#8211; sei es mit Direct Connect, sei es mit SDE-Connect &#8211; z.B. mit einem ArcGIS Desktop 9.2 auf eine ArcSDE-Datenbank 9.3.1 zuzugreifen. Auf eine ArcSDE 10-Geodatabase kann laut diesem Artikel nur mit ArcGIS 10 zugegriffen werden und nicht mehr mit früheren Versionen! Konkret heisst das, dass die Datenbank erst dann auf Version 10 angehoben werden kann, wenn der allerletzte Client ArcGIS 10 installiert hat. Das kann gerade in grossen und heterogenen Umgebungen (&gt; 400 ArcGIS Desktop-Installationen in meinem Fall) ein zu grosses Hindernis sein, weil oft aus technischen aber auch organisatorischen Gründen ein ArcGIS-Releasewechsel nicht einfach in ein paar Wochen durchgezogen werden kann, sondern dafür Monate &#8211; wenn nicht sogar mehr &#8211; benötigt werden.</p>
<p>Ich bin über diese Ankündigung doch ziemlich enttäuscht. Ich hätte von ESRI erwartet, dass die mit ArcGIS 9.2 eingeführte Aufwärtskompatibilität beibehalten wird. Diese Pflicht zu identischen Software-Versionen auf der Datenbank und auf Client-Seite ist sehr störend und bei anderen Software-Systemen auch nicht unbedingt üblich. ESRI, bitte nachbessern!</p>
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		<title>ArcGIS Server 9.3.1 auf Windows Server 2008 R2</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 06:56:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schär</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Heute morgen habe ich es zwitschern gehört, dass ArcGIS Server 9.3.1 von ESRI nun auch auf Windows Server 2008 R2 freigegeben wurde. Und siehe da: der entsprechende Eintrag findet sich auch auf der System Requirements-Seite.:</p>
<p></p>
<p>Das ist an und für sich eine sehr erfreuliche Entwicklung. Auffallend ist nur, dass ich vor gut einem Monat eine Anfrage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen habe ich es <a href="http://twitter.com/GISStauff/statuses/10293799936">zwitschern</a> gehört, dass ArcGIS Server 9.3.1 von ESRI nun auch auf Windows Server 2008 R2 freigegeben wurde. Und siehe da: der entsprechende Eintrag findet sich auch auf der <a href="http://wikis.esri.com/wiki/display/ag93bsr/ArcGIS+Server+Supported+Platforms">System Requirements</a>-Seite.:</p>
<p><a href="http://blog.peterschaer.ch/wp-content/uploads/r22.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-248" title="ArcGIS Server 9.3.1 for Windows Server 2008 R2" src="http://blog.peterschaer.ch/wp-content/uploads/r22.jpg" alt="" width="747" height="130" /></a></p>
<p>Das ist an und für sich eine sehr erfreuliche Entwicklung. Auffallend ist nur, dass ich vor gut einem Monat eine Anfrage zum genau gleichen Thema an den ESRI-Support gerichtet und die Antwort erhalten habe, dass Win2008 R2 erst mit ArcGIS Server 10 freigegeben wird und nicht mehr für 9.3.1! Ich würde mir in so einem Fall eine klarere Information von ESRI wünschen. Warum nicht z.B. auf der System Requirements-Seite vermerken, dass Win2008 R2 zurzeit geprüft wird und das Resultat noch offen lassen. So wäre zumindest klar, dass noch Abklärungen im Gange sind.</p>
<p>Wie auch immer: jetzt darf ich die frohe Kunde an unser Rechenzentrum weiterreichen.</p>
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		<title>Geometric Network in ArcGIS</title>
		<link>http://blog.peterschaer.ch/2006/07/03/geometric-network-in-arcgis/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Jul 2006 07:28:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schär</dc:creator>
				<category><![CDATA[GIS]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[ArcGIS]]></category>
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		<category><![CDATA[Trace]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Letzthin war ich ziemlich stark damit beschäftigt, mit ArcGIS Analysen auf einem Gewässernetzwerk durchzuführen. ArcGIS kennt zwei Arten von Netzwerken: zum einen die geometrischen Netzwerke und zum anderen die komplexeren topologischen Netzwerke, für die die &#8220;Network Analyst Extension&#8221; benötigt wird. In diesem Fall reichte für die Analyse ein geometrisches Netzwerk aus. Konkret musste ich für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzthin war ich ziemlich stark damit beschäftigt, mit ArcGIS Analysen auf einem Gewässernetzwerk durchzuführen. ArcGIS kennt zwei Arten von Netzwerken: zum einen die <a href="http://webhelp.esri.com/arcgisdesktop/9.1/index.cfm?ID=1542&#038;TopicName=What%20is%20a%20geometric%20network%3F&#038;rand=325&#038;pid=1541">geometrischen Netzwerke</a> und zum anderen die komplexeren <a href="http://webhelp.esri.com/arcgisdesktop/9.1/index.cfm?TopicName=What%20is%20a%20network%20dataset%3F">topologischen Netzwerke</a>, für die die &#8220;<a href="http://www.esri.com/software/arcgis/extensions/networkanalyst/index.html">Network Analyst Extension</a>&#8221; benötigt wird. In diesem Fall reichte für die Analyse ein geometrisches Netzwerk aus. Konkret musste ich für einen Satz von Punkten auf dem Netzwerk (in diesem Falle <a href="http://www.umwelt-schweiz.ch/buwal/de/fachgebiete/gewaesserschutz/abwasser/kommunal/index.html">Kläranlagen</a>) den nächstliegenden <a href="http://www.bwg.admin.ch/themen/wasser/d/q347.htm">Q347</a>-Punkt ober- und unterhalb herausfinden. Dies konnte ich relativ leicht mit einer Tracing-Funktion erreichen. Dazu musste ich nur das Developer Sample &#8220;<a href="http://edndoc.esri.com/arcobjects/9.1/default.asp?URL=/arcobjects/9.1/Samples/Network/Utility_Network_Analysis/Trace_Tasks/Next_Upstream_Device_Task/NextUpstreamDevicePrj.htm">Next Upstream Device Task</a>&#8221; umschreiben und anpassen. Dies arbeitet hauptsächlich mit dem <a href="http://edndoc.esri.com/arcobjects/9.1/default.asp?URL=/arcobjects/9.1/ComponentHelp/esriNetworkAnalysis/ITraceFlowSolver.htm">ITraceFlowSolver</a>-Interface und dort mit der Funktion <a href="http://edndoc.esri.com/arcobjects/9.1/default.asp?URL=/arcobjects/9.1/ComponentHelp/esriNetworkAnalysis/ITraceFlowSolver_FindFlowEndElements.htm">FindFlowEndElements</a>. Das Resultat dieser Funktion können allerdings mehrere Elemente sein (Flüsse vereinigen sich und können sich u.U. auch verzweigen), aus denen ich dann das am nächsten liegende herausfiltern musste (unter Einbezug der <a href="http://edndoc.esri.com/arcobjects/9.1/default.asp?URL=/arcobjects/9.1/ComponentHelp/esriNetworkAnalysis/ITraceFlowSolver_FindPath.htm">FindPath</a>-Funktion des ITraceFlowSolver-Interfaces).</p>
<p>So weit so gut. Etwas komplizierter war die zweite Aufgabe. Für jeden der oben erwähnten Punkte musste ich berechnen, wieviele Kilometer Gewässernetz oberhalb liegen. Hierfür gibt es im <a href="http://edndoc.esri.com/arcobjects/9.1/default.asp?URL=/arcobjects/9.1/ComponentHelp/esriNetworkAnalysis/ITraceFlowSolver2.htm">ITraceFlowSolver2</a>-Interface die Funktion <a href="http://edndoc.esri.com/arcobjects/9.1/default.asp?URL=/arcobjects/9.1/ComponentHelp/esriNetworkAnalysis/ITraceFlowSolver2_FindAccumulation.htm">FindAccumulation</a>. Diese gibt als Resultat alle jene Gewässerabschnitte zurück, die oberhalb eines Punktes liegen. Hier begannen nun die Probleme. Im Prinzip ging es nun nur noch darum, die Länge aller jener Gewässerabschnitte zu berechnen. Die FindAccumulation-Funktion gibt nicht die normale Feature-ID der Gewässerabschnitte zurück sondern die Network-ID, welche nicht identisch zu sein braucht. Nun habe ich nach kurzer Durchsicht des Objektmodells eine vielversprechende Funktion gefunden. Das <a href="http://edndoc.esri.com/arcobjects/9.1/default.asp?url=/arcobjects/9.1/ComponentHelp/esriGeoDatabase/IGeometricNetwork.htm">IGeometricNetwork</a>-Interface bietet die Funktion <a href="http://edndoc.esri.com/arcobjects/9.1/default.asp?URL=/arcobjects/9.1/ComponentHelp/esriGeoDatabase/IGeometricNetwork_GeometryForEdgeEID.htm">GeometryForEdgeID</a>, welche mir für jede Network-ID die dazugehörige Geometrie und damit auch die Länge zurückgibt. Und tatsächlich, damit konnte ich die gesuchte Gewässernetzlänge berechnen. Doch bei Punkten die relativ weit unten im Netzwerk liegen (z.B. am Unterlauf von Rhein, Aare oder Rhone) und somit eine sehr grosse Gewässernetzlänge oberhalb aufweisen, dauerte die Berechnung ziemlich lange (bis zu einer Stunde) oder ArcMap stürzte gar ohne Fehlermeldung ab. Zuerst vermutete ich das Probleme in der FindAccumulation-Funktion, da ich mir schon vorstellen konnte, dass auf dem recht detaillierten Gewässernetz eine solche Funktion recht viel Zeit in Anspruch nehmen konnte. In der &#8220;Utility Network Analyst Toolbar&#8221; gibt es jedoch den Task &#8220;Find Upstream Accumulation&#8221;, mit dem ich ein paar dieser problematischen Berechnungen von Hand durchführte. Und dort dauerte dies jeweils nur wenige Sekunden, also konnte die Tracing-Funktion nicht das Problem sein. Damit wendete ich mich der GeometryForEdgeID-Funktion zu, die nun der Übeltäter zu sein schien. Als Ersatz fand ich das <a href="http://edndoc.esri.com/arcobjects/9.1/default.asp?url=/arcobjects/9.1/ComponentHelp/esriNetworkAnalysis/IEIDHelper.htm">IEIDHelper</a>-Interface, mit dem man für jede Network-ID ein <a href="http://edndoc.esri.com/arcobjects/9.1/default.asp?url=/arcobjects/9.1/ComponentHelp/esriNetworkAnalysis/IEIDInfo.htm">IEIDInfo</a>-Interface holen kann, welches das gesuchte <a href="http://edndoc.esri.com/arcobjects/9.1/default.asp?URL=/arcobjects/9.1/ComponentHelp/esriNetworkAnalysis/IEIDInfo_Geometry.htm">Geometry</a>-Attribut aufweist. Ein kurzer Test zeigte mir, dass auf diese Weise die Berechnung der Gewässernetzlänge nur wenige Sekunden dauerte. Dieser Weg war also der deutlich schnellere. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die ursprünglich gebrauchte GeometryForEdgeID-Funktion im ganzen Netzwerk nach der übergebenen Network-ID sucht (keine Ahnung, ob hier ein Index existiert) &#8212; immerhin besteht das Netzwerk aus mehreren Hunderttausend Abschnitten &#8211;, was deutlich langsamer ist als der Weg über das IEIDInfo-Interface.</p>
<p>Langer Rede kurzer Sinn: es lohnt sich, das <a href="http://edndoc.esri.com/arcobjects/9.1/default.asp?URL=/arcobjects/9.1/ArcGISDesktop/AllDesktopOMDs.pdf">Arcobjects-Objektmodell</a> sehr genau zu studieren, und nicht immer die erstbeste Lösung zu verwenden. Meistens gibt es in ArcObjects immer mehrere Wege zum Ziel, die Herausforderung ist dann jeweils, den geeignetsten zu finden.</p>
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