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WMS-Verzeichnisse

Es tut sich was in Sachen WMS-Verzeichnisse. Zumindest sind mir in den letzen Tagen einige WMS-Verzeichnisse aufgefallen:

  • Geopole: In diesem Verzeichnis sind bereits 400’000 Layer aufgelistet. Es kann über eine Volltextsuche, eine Tag-Cloud oder geographisch gesucht werden. Die Suchtreffer können selbstverständlich in einer Karte betrachtet werden. Es gibt auch einen RSS-Feed mit allen neuen WMS-Diensten. Das Verzeichnis durchforstet das Netz selbstständig nach neuen Diensten. Ich habe jedenfalls kein Formular gefunden, mit dem neue Dienste gemeldet werden können. Über geopole können auch WMS-Dienste überwacht und die Verfügbarkeit und Performance über die Zeit beobachtet werden.
  • mapmatters.org: Dieses Verzeichnis ist ähnlich aufgebaut wie geopole. Es enthält z.Zt. 111’768 Layer. Auch hier können WMS-Dienste überwacht werden.
  • GeoMonitoring: Ein Angebot im Rahmen der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE). Es ist ziemlich ähnlich wie die beiden obigen Verzeichnisse, einzig die Suchfunktion ist etwas weniger ausgebaut. Neue Dienste werden jedoch nicht automatisch eingefügt, dies geschieht manuell durch die Mitarbeiter.
  • geometa.info: Schon seit längerem ist die Suchmaschine der HSR Rapperswil dabei. Sie ist ganz einfach strukturiert. Die Stärke dieses Verzeichnisses ist sicherlich die Vielfalt. Es kann nicht nur nach Geodiensten sondern auch nach Geodaten gesucht werden.
  • Geocat 2: Auch der Schweizer Metadatenkatalog Geocat kann mit Version 2 Metadaten zu Geodiensten aller Art aufnehmen. So ist z.B. der WMS-Dienst des Geoportals der BGDI dokumentiert.

Diese Entwicklung ist sicherlich erfreulich. Meiner Meinung nach gibt es noch ein Problem im Bereich der Metadaten. Ein kurzes Browsen in verschiedenen Einträgen hat gezeigt, dass nur sehr selten informative und aussagekräftige Metadaten zu den Diensten vorliegen. Meistens sind nur die automatisch ableitbaren Metadaten im GetCapabilities-Dokument verfügbar. Irgendwelche Angaben zu Nutzungsbedingungen, den enthaltenen Daten etc. sind in der Regel nicht zu finden. Das ist natürlich nicht das Problem der WMS-Verzeichnisse. Ich frage mich, ob das GetCapabilities-Dokument der richtige Ort ist, wo die Metadaten beschrieben werden sollen, weil es erstens keine vernünftigen Editoren für diese Metadaten gibt und das GetCapabilities-Dokument häufig (je nach verwendeter WMS-Version) im Browser nicht angezeigt wird, sondern als kryptischer Dateityp zum Download angeboten wird. Das alles ist nicht wirklich befriedigend.

Interessanter ist da der Ansatz von Geocat. Hier werden die Dienste-Metadaten normiert abgelegt (GM03? ISO 19119?) und zwar in derselben Applikation wie die Metadaten zu den Geodaten. D.h. man verwendet dieselbe Oberfläche, die Terminologie ist ähnlich und man kann ausserdem einen Link von den Geodaten zu den Geodiensten herstellen. Erst damit werden vollständige und aussagekräftige Dienste-Metadaten möglich. Dienste-Metadaten ohne einen Link zu den darin enthaltenen Geometadaten machen aus meiner Sicht keinen Sinn. Bei Geocat fehlt allerdings jedoch (noch?) die Monitoring-Komponente. Ich bin der Ansicht, dass der Ansatz von Geocat, sich auf die Normen zu stützen und Metadaten von Diensten und Daten am gleichen Ort mit dem gleichen Werkzeug zu verwalten, die momentan bessere Variante ist.

Aber auch das löst das Metadatenproblem nicht vollständig. Wenn einfach keine Metadaten abgefüllt werden, nützt auch die beste Metadatenlösung nichts. Die öffentliche Verwaltung sollte hier eine Vorbildrolle einnehmen und ihre Geodienste mit Metadaten beschreiben, v.a. da sie auch durch die Geoinformationsgesetzgebung dazu aufgefordert werden.

2 comments to WMS-Verzeichnisse

  • Markus Hoffmann

    Hallo Peter,

    wieder einmal sehr gut recherchiert.

    Die Seite Geomonitoring hab ich grad mal getestet – echt klasse.

    Viele Grüße

    Markus

  • Xavier Mérour

    Hallo,

    Vielen dank für diese Liste von ows monitoring Dienste. Diese Thema ist sicherlich sehr wichtig als mehr und mehr Webdienste errecibar sind.

    Für information, wir entwiklen gerade ein Applikation für OGC web-dienste monitoring (WMS, WFS, CSW und WMTS).Unser Ziel ist ein leicht und einfache Mittel zu haben um :

    - die webdienste von unserem Partner zu beobachten (mit SLA, Timeout, OGC fehler, etc… Parametrierung)
    - die Benutzer und Administrator per email oder RSS melden, wenn eine Störung von webservice erscheint.
    - statistiks über Performanz und Verfürbarkeit zu anzeigen

    Diese entwiklung erhält zwei Teile :
    - ein Java servlet kern mit database für Parametrierung und Logs zu speichern
    - ein Webschnittstelle unten Joomla CMS (die wir nutzen schon)

    Die zwei Teile kommunizieren durch ein API und können, deshalb, auf verschiedene Server installiert sein.

    Für die Java Teil, geht Die Entwiklung zu Ende in März . Dann werden wir die Webschnittstelle programmieren.
    Dieses projekt ist open-source und ist Teil ein grosseres Projekt : http://www.easysdi.org

    Code (SVN) und Dokumentation wirden in April unten das Forge erreichbar (forge.easysdi.org).

    Freundliche Grusse,

    Xavier Mérour
    Koordinator ASIT VD (Waadt)

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