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Geoinformationsstrategie des Kantons Bern

Am 2. Dezember 2009 hat der Regierungsrat des Kantons Bern die “Geoinformationsstrategie des Kantons Bern” beschlossen. Damit wurde der Einsatz von Geoinformation und die bisher gelebte Organisation auf ein tragfähiges Fundament gestellt. Ausserdem wirft die Strategie natürlich auch einen Blick in die Zukunft, indem sie eine Vision formuliert und die Handlungsschwerpunkte für die nächsten Jahre vorgibt. Die Vision ist in drei Kernsätzen festgehalten:

  1. “Geoinformationen steigern die Qualität raumbezogener Prozesse und Entscheide in der kantonalen Verwaltung. Bei räumlichen Fragestellungen bilden sie das zentrale Element der Kommunikation und Interaktion mit öffentlichen Verwaltungen, privaten Institutionen, Firmen sowie Bürgerinnen und Bürgern.”
  2. “Die kantonalen und kommunalen Geoinformationen sind in der Nationalen Geodateninfrastruktur gesamtschweizerisch vernetzt und einfach zugänglich. Die digitalen Daten stellen die verbindliche Grundlage dar.”
  3. “Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kantonalen Verwaltung sind in der Lage, stufengerecht die Geoinformationen in ihre Arbeitsprozesse zu integrieren, mit anderen Daten zu kombinieren und wirkungsvoll zu nutzen.”

Geoinformation definiert sich somit nicht als Selbstzweck, sondern sie will in der kantonalen Verwaltung die Rolle eines wichtigen Werkzeuges einnehmen, damit letztendlich die Effizienz und die Qualität der Entscheide und Prozesse erhöht werden kann. Die Vision wird anschliessend in thematisch gruppierten Leitsätzen (Geodaten, techn. Infrastruktur, Organisation, Mitarbeitende, Finanzen) verfeinert. Am konkretesten wird die Strategie dann in den Zielen. Dort werden wichtige Fakten festgehalten, so z.B. dass Geodaten im Zuständigkeitsbereich des Kantons weiterhin als Public Domain frei übers Internet heruntergeladen werden können.

Alles in allem ist die Geoinformationsstrategie ein gelungener Mix aus Dokumentation des Bestehenden und dem Blick in die nähere Zukunft. Der Text ist so gehalten, dass er nicht nur GIS-Spezialisten anspricht. Dies ist mein persönlicher Eindruck. Es gilt jedoch festzuhalten, dass ich nicht neutral bin, da ich in bescheidenem Rahmen bei der Erarbeitung der Strategie mitgearbeitet habe.

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