Kategorien

LBS Summer School

Im Rahmen meines UNIGIS MSc-Lehrgangs muss u.a. auch eine internationale (d.h. fremdsprachige) Summer School besucht und absolviert werden. Das Z_GIS der Uni Salzburg hat dieses Jahr (in Zusammenarbeit mit der Firma Geodan) eine solche Summer School zum Thema “Location Based Services (LBS)” organisiert. Da die Summer School terminlich nahe an der AGIT lag, habe ich mich für eine Teilnahme entschieden. Vom Thema LBS hatte ich allerdings bis dato keine Ahnung gehabt. Konkret konnte ich mir darunter einzig LBS-Dienste auf dem Mobiltelefon (z.B. Restaurants in meiner Nähe) vorstellen. Dies ist eine Anwendung, die — und das wurde schnell klar — jedoch nie wirklich funktioniert hat und mittlerweile so gut wie tot ist. LBS ist jedoch viel mehr als das und dies wurde in der Summer School anhand der folgenden Schwerpunkte sehr schön gezeigt:

  • Technologien: Es gibt sehr viele Technologien, die LBS ermöglichen. Die Location/Position kann ausser per GPS (und vielleicht irgendwann einmal per Galileo) auch via RFID (über WLAN oder Ultrawideband) bestimmt werden. Dabei können durchaus auch Genauigkeiten im Zentimeter-Bereich erzielt werden – und das sowohl Outdoor als auch Indoor. Die Technologien wurden auch direkt vorgestellt und vorgeführt.
  • Anwendungen: Es wurden einige konkrete Case Studies vorgestellt, so dass einerseits der konkrete Nutzen als auch mögliche Probleme bei der Implementierung deutlich wurden. Beispiele für Case Studies waren der Einsatz in einem holländischen Spital (Patienten-Tracking, Personal-Tracking, Tracking von Blutkonserven) und in einer US-Raffinerie (Personal-Tracking). Alle gezeigten Beispiele zeigen eindrücklich, welch immenses Potenzial in LBS steckt.
  • Privacy: Ein wichtiges Problem ist die Privacy/Datenschutz. Mit LBS werden ganz neue Informationen über Personen und Objekte möglich (genaue Beschreibung von Wer/Wann/Wo). Dieser Punkt wurde zurecht ausführlich diskutiert, es existieren aber noch keine fertigen Lösungen. Zudem hat eine Umfrage unter den Teilnehmern gezeigt, dass das Bewusstsein für solche Fragen noch zu wenig ausgeprägt ist. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die wenigsten von uns mit Privacy schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Als Bilanz kann ich festhalten:

  • Die Summer School hat mir einen sehr interessanten und tiefen Einblick in einen Trend gegeben, der unser Alltags- und Arbeitsleben in Zukunft stark prägen wird.
  • Ich habe jede Menge Inputs und Anregungen erhalten. Diese Inputs werden sich wahrscheinlich nicht direkt in meiner tägliche Arbeit niederschlagen, sie werden aber im Bewusstsein bleiben und sich nötigenfalls wieder reaktivieren lassen.
  • Ich hätte es geschätzt, wenn neben dem GPS-Workshop und dem Test des Alpenrangers im Nationalpark Berchtesgaden auch noch ein oder zwei weitere Workshops angeboten worden wären, in denen wir auch aktiv werden konnten.
  • Die Summer School war eine ideale Gelegenheit (auch dank der sozialen Anlässe) zum Kennenlernen anderer Personen, d.h. zum Networking. Viele Teilnehmer stammten aus Deutschland und Österreich, es gab aber auch Teilnehmer aus Portugal, Spanien oder auch Libyen. Dieser Austausch (auch über Nicht-GIS-Themen) ist sehr wertvoll.

Schlussbilanz: “Passt Scho!”

Leave a Reply

  

  

  

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>