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2. UNIGIS-Studientage in Salzburg

Die letzten drei Tage standen bei mir wieder mal ganz im Zeichen von UNIGIS. Wie schon die ersten Studientage fanden diese Tage in Salzburg statt. Versank die Stadt im Januar noch im Schnee, hatte ich dieses Mal nicht den Eindruck, dass es schon Ende November ist. Temperaturen wie im Herbst und sonniges Wetter liessen schon fast frühlingshafte Gefühle aufkommen. Nichtsdestotrotz mussten wir die zweieinhalb Tage natürlich drinnen bestreiten. Inhaltlich drehte sich vieles um die Gruppenarbeit und um die Diplomarbeit.

Um die Gruppenarbeit musste ich mir weniger Gedanken machen, da unser Projektteam sich schon vorher gefunden hatte. Daher nutzten wir die Gelegenheit und hielten auch gleich eine erste ‘Kickoff’-Sitzung ab, an der wir das Thema etwas präzisierten und das weitere Vorgehen besprachen. Der eigentliche Starttermin ist dann aber erst Mitte Januar, nach Beendigung des aktuellen Interoperability-Moduls. Bis dahin werde ich mir mal die Developer-Dokumentation von ArcGIS 9.2 besorgen und den Server-Teil schon mal etwas studieren.

Ein ganzer Nachmittag war dem Thema Gruppenarbeit gewidmet. Ein grosser Teil der Zeit ging dabei für die Vorstellung der Themenvorschläge drauf. Meiner Meinung nach hätten wir uns das ersparen können, da die Vorschläge bereits schriftlich vorlagen und studiert werden konnten. Ich denke, es wäre sinnvoller gewesen, die Zeit für die Diskussion, für Nachfragen und Gruppenbildung zu investieren. Die Vorstellung der zwölf Themenvorschläge hatte sich nämlich ziemlich in die Länge gezogen und meine Aufnahmefähigkeit war am Schluss dann schon ziemlich eingeschränkt.

Der zweite Schwerpunkt lag auf der Diplomarbeit. Bisher hatte ich mich damit noch überhaupt nicht beschäftigt. Nun hat sich gezeigt, dass ein erster Themenvorschlag bereits anfang März vorliegen sollte. Daher muss ich mir — wahrscheinlich über Weihnachten — bald mal ein paar Gedanken dazu machen. Ein Vortrag an den Studientagen drehte sich ganz um die Anfordernisse an eine solche Arbeit. Anhand eines Muster-Inhaltsverzeichnisses wurden alle Punkte einer Arbeit vorgestellt und diskutiert. Dieser Vortrag war sehr sinnvoll und hat mir sehr viel Klarheit gebracht, so dass ich von der formalen Seite her eigentlich gut gerüstet bin. Desweiteren gab es noch einen Vortrag eines UNIGIS-Absolventen, der seine Arbeit vorgestellt hat. Hier hätte mir gewünscht, dass sich der Vortragende nicht so sehr auf die thematisch/fachlichen Ergebnisse seiner Arbeit konzentrierte sondern auf seine Erfahrungen beim Erarbeiten des Themas. Sozusagen die Weitergabe von ‘Lessons Learned’ und anderen Hinweisen Tips und Tricks.

Zwischen diesen Programmpunkten wurden einige Fachvorträge aus verschiedensten Branchen angeboten (von externen Personen und von uns Studierenden). Diese Vorträge waren generell ziemlich interessant und haben mir wieder mal den Blick auf andere Anwendungsbereiche von GIS geöffnet. Sehr interessant fand ich den Einführungsvortrag zum Interoperability-Modul. Dadurch wurde der Rahmen für dieses Modul abgesteckt und — jedenfalls bei mir — Interesse geweckt und Motivation geschaffen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass ich mich im Rahmen der Diplomarbeit in diesem Bereich bewegen werde.

Aus meiner Sicht das wichtigste an diesen Studientagen war aber die Tatsache, dass sich wieder mal (fast) alle getroffen haben. Trotz Chat, Skype und E-Mail ist der persönliche Kontakt immer noch deutlich direkter und intensiver. Es konnte über vergangene Module diskutiert und vielleicht auch etwas gelästert werden. Aber es gibt natürlich auch noch viele Themen jenseits von GIS und UNIGIS, die bei Bier (auch alkoholfreiem) und Glühwein diskutiert werden können. Jedenfalls gehe ich nun mit erneuerter Motivation und viel Drive in die zweite — und sehr wahrscheinlich happigere — Hälfte des Studiums.

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