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Freie Geodaten in Europa

Ganz im Gegensatz zu den USA sind in Europa die Geodaten der nationalen Landesvermessungbehörden nicht frei erhätlich sondern müssen zu einem z.T. erheblichen Preis erworben werden. Das ist meiner Meinung nach unverständlich, da diese Daten ja bereits mit Hilfe von Steuergeldern erhoben wurden. Ich sehe nicht ein, weshalb ich dafür noch einmal bezahlen muss. In den USA ist die freie Verfügbarkeit der nationalen Geodaten eine Selbstverständlichkeit. Zwar verliert der Staat vorübergehend Einnahmen aus den Lizenzgebühren für die Daten, dafür sind aber diese Geodaten die Grundlage für eine ausserordentlich breite Palette an neuen Nutzungsmöglichkeiten nicht nur im privaten Bereich sondern vor allem auch in wirtschaftlicher Hinsicht, wovon der Staat letztendlich wieder profitieren würde. Aus diesen und anderen Gründen läuft zur Zeit eine Online-Petition gegen die INSPIRE-Initiative der EU. Die INSPIRE-Initiative will im Prinzip eine bessere Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den nationalen Geoinformations-Behörden fördern, was sehr zu begrüssen ist. Allerdings ist der letzte Entwurf dazu so verwässert worden, dass er die freie Verfügbarkeit von Geodaten eher verhindert als fördert. Obwohl die Schweiz der EU nicht angehört, habe ich die Online-Petition unterzeichnet, da ich deren Forderungen zustimme und sich die Schweiz einer solchen EU-Initiative ja sowieso nicht verschliessen könnte. Jo Walsh – eine der InitiantInnen der Petition – erläutert ihre Argumente in einem lesenswerten Artikel auf Directionsmag. Alle Infos zur Petition sind auf petition.publicgeodata.org zu erfahren. Also: wer für die freie Verfügbarkeit von Geodaten ist, sollte die Petition unbedingt unterzeichnen!

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