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Erste Erfahrungen mit dem ArcGIS Model Builder

Vor ein paar Wochen wurde bei uns im BAFU die GIS-Software von ESRI ArcGIS 8.3 auf die Version 9.1 umgestellt. Neben vielen anderen Neuheiten ist sicherlich der Model Builder zu erwähnen. Damit können einfache bis komplexe Geoprocessing-Aufgaben graphisch zusammenstellt, abgespeichert und beliebig oft ausgeführt werden. Das Modell kann anschliessend als Script (Python, JScript, VBScript) abgespeichert und erweitert werden. Eine auf den ersten Blick ziemlich interessante Sache, die ich auch prompt ausprobieren wollte.
Die Gelegenheit dazu ergab sich, als ich vor einigen Tagen auf die River and Catchment Database for Europe (CCM) aufmerksam gemacht wurde. Da ich immer auf der Suche nach frei verfügbaren Daten bin, habe ich mir das näher angeschaut und auch gleich einen Datensatz der Schweiz bestellt. Der Datensatz wurde im e00-Format sowie als BIL-Raster geliefert. Anstatt das ganze von Hand zu importieren, beschloss ich, den Model Builder zu benutzen.
Die beiden der Installation beiliegenden Handbücher zum Thema Geoprocessing mit dem Model Builder habe ich nur schnell durchgeblättert und mich dann sofort an die Arbeit gemacht. Das ganze war eigentlich recht einfach. In der ArcToolbox musste ich mir nur die entsprechenden Tools zusammensuchen und miteinander verbinden. Eine erste Klippe hatte ich zu umschiffen, als ich das Ergebnis-Coverage aus dem ‘Import from Interchange File’-Tool mit dem Project-Tool (die Daten wurden in einer ‘Lambert Equal Area Azimuthal Projection’ geliefert) verbinden wollte. Hier hatte ich vergessen, das ‘Select Data’-Tool dazwischenzufügen, das bestimmt, welche Feature Class (polygon, region, arc) weiterverarbeitet wird. Dann klappte die Projektion bestens. Die umgewandelten Daten (Raster und Vektor) werden am Schluss des Modells in einer einfachen Personal Geodatabase gespeichert und sind dann in der CH1903-Projektion mit den passenden Koordinaten verfügbar. Etwas Mühe hatte ich auch mit den Input-Parametern (‘Model Parameter’). Hier musste ich etwas herumpröbeln, bis ich die richtigen Einstellungen gefunden hatte.
Insgesamt bin ich überrascht, wie einfach ich mit dem Model Builder einen solchen Geoprocessing-Ablauf ohne Code erstellen konnte. Da ich aber eigentlich gerne im Code arbeite, habe ich das Modell nach Python exportiert und werde mir den entstandenen Code bei Gelegenheit genauer anschauen.
.Das mit dem Model Builder hergestellte Modell

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